Siquijor die Hexeninsel

Nach der großen Silvesterparty am quirligen Alona Beach ging es für uns in knapp 2,5 Stunden mit der Fähre weiter nach Siquijor.

Die Ocean Jet Ferry verbindet täglich Cebu – Bohol – Dumuagute (Negros Oriential) und Siquijor, so dass man diese Inseln wunderbar miteinander kombinieren kann, ohne ewig lange Tranferzeiten zu haben. Wir hatten zum Glück die Tickets vorher gekauft, es gab zum Jahreswechsel ganz ordentlich Andrang. Für phillipinische Verhältnisse ging es auch sehr organisiert zu (alle Mal besser als das Cebu Pacific Chaos). Mit den Fährtickets muss man zunächst einchecken am Fährterminal. Dort bekommt man Sitzplätze wie im Flugzeug zugeteilt. Dann zur Gepäckaufgabe, kostet ein paar Pesos extra, werden auch ordentlich mit Tags ausgestattet und bei Rückgabe kontrolliert. Darauf hin wartet man im Terminal auf das Boarding – in Taglibaran noch immer etwas improvisert, da das Fährterminal im Erdbeben vom Oktober 2013 zerstört wurde. Wer zur Seekrankheit neigt sollte doch ein paar Tabletten einpacken und am Fenster sitzen, die Fahrt ist bei Wetter nicht ganz ohne.

 

 

Auf Siquijor angekommen konnte man trotz grauen Himmel das türkisblaue, kristallklare Wasser erkennen – Bingo!

Das von uns gebuchte Hotel das Coco Grove Beach Resort holte uns ganz professionell ab. Wir wollten uns ein bißchen was gönnen, und haben das beste Hotel am Platz gebucht. Die Buchung dort hatte auch ihren speziellen Reiz, man muss über die hauseigene Website eine Reservierungsanfrage machen, dann sucht man sich per Email die Raumkategorie aus, ein paar Tage später man bekommt einen Bezahllink zugeschickt und dann bestätigt man nochmal. Nach über einer Woche Email Hin und Her war das Hotel dann auch gebucht…. Aber es lohnt sich wirklich. Für die Philippinen gibt es dort ein Top Preis Leistung Verhältnis und den längsten (Privat) Strand der Insel und gleich mehrere Pools.

Siquijor selber ist ganz aus der Zeit gefallen – im guten Sinne. Ticken die Uhren in Bohol schon auf Inseltakt – ist es hier dörflich und nahezu unbewohnt. Sobald man das Hotel verlässt wird man von den wenigen Einheimischen immer nett begrüßt, es gibt kein Schleppertum oder dergleichen. Es ist einfach mega entspannt und unverfälscht. Man kommt also richtig runter, denn Mobilfunkempfang ist eher schwierig, Wifi nur sehr eingeschränkt und Stromausfälle dauern auch schon mal das ganze Wochenende. (Hotel mit Generator ist klar im Vorteil 🙂 )

Wenn wir Pinoys von unseren Plänen nach Siquijor zu fahren erzählt haben gab es mehr als einmal ein Stirnrunzeln und Schweigen. Man fährt dort nicht hin, das ist die Hexeninsel, da passieren komische Sachen. (Ok, ich meine das Hotel organisiert auf Anfrage auch Healing Sessions auf Hexenart, beim nächsten Mal vielleicht 😉 )

Und so erlebt man bei einer Inseltour mit einem Roller unverfälschtes Dorfleben und kaum touristische Infrastruktur. Es gibt ein paar schöne weitere Strände, ein paar alte Kirchen und einen wunderbaren Wasserfall in dem schwimmen kann und Bukos für 25 Peso kaufen kann. Dazwischen nur Landschaft und freundliche Menschen.

 

Wir gehen jeden Tag schnorcheln, da nur 3m Meter von unseren Liegen (da wir sind ja in einem Resort 🙂 ) ein Meerschutzgebiet beginnt. Das Wasser ist zu Beginn schon sehr flach (deshalb ja die Pools), aber wenn man erstmal ein paar Meter rausgeschwommen ist, kann man wunderbar Korallen, Seesterne und bunte Fische beobachten. An einem Morgen kamen wir auch in den zweifelhaften Vergnügen einem blau gepunktetem Kraken zu begegnen. Das ist wohl ein giftiges Tiere überhaupt. Einige thailändische Mittouristen hatten diese auch schon kräftig geärgert und er macht unablässig seine Warnfarbe an. Übrigens durfte ich in diesem Zusammenhang lernen, dass (wohlhabende) Thailänder die Philippinen für einen Strand- und Tauchurlaub vorziehen, weil zu Hause schon alles zu touristisch sei. Naja man muss schon was suchen, aber selbst die letzten weißen Flecken in Thailand wie Koh Yao Yai werden dann leider demnächst überentwickelt sein.

Und weil es uns so gut gefällt entscheiden wir uns gleich noch ein paar Tage länger zu bleiben.

 

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