Von Tokio nach Bohol

Auch wenn der Abschied aus Tokio schwer fällt, die Aussicht, dem Winter zu entfliehen und Silvester in der Sonne zu feiern, entschädigt dabei doch bei weitem.

Bei der Buchung unseres Gabelflugs Düsseldorf – Tokio, Bangkok – Düsseldorf sind wir doch ein wenig zu optimistisch gewesen, was die Kosten der separaten Flüge auf die Philippinen angeht. Kostet der Flug von einem Provinzflughafen auf den Visayas nach Bangkok via Manila – immerhin 4 Stunden Flug – gerade mal 120€ mit Philippines Airlines, verlangt dieselbe Fluggesellschaft für die Strecke Tokio – Manila in den Tagen vor Silvester gefühlt soviel wie für den Langstreckenflug nach Japan. Also mussten wir mal wieder puzzeln: Jetstar Asia bringt uns zunächst von Tokio via Osaka nach Manila. Leider war der Schnappschuss auf den Fuji schon das einzige Highlight des Fluges, ich hatte selten soviel Platzangst im Flugzeug wie dort. JetStar ist für Flüge von 4 Stunden nicht zu empfehlen.

In Manila verbringen wir eine Nacht in einem uns schon bekannten Hotel in Flughafennähe. Zum Essen und Bespaßen geht es mal wieder in die Mall of Asia, die zu Weihnachten natürlich hoch frequentiert ist. Es alles ist dekoriert und erleuchtet und Weihnachten hat uns dann doch noch eingeholt. Wir holen ein ausgedehntes Weihnachtsessen zu philippinischen Preisen nach und bummeln dann mit vollem Bauch und guter Laune durch die Mall. Malling ist ja einer DER Lieblingsbeschäftigungen der Pinoys (neben Karaoke, Hahnenkampf und Twitter). Wer mal hier ist, dem sei der Kultura Laden empfohlen, hier findet man geschmackvolle Produkte aller Regionen der Philippinen zu guten Preisen. Auf der Weltreise war ja Einkaufen verboten 😉

Am nächsten Morgen ging es sehr früh zum Flughafen Manila. Aber was heißt Flughafen Manila. Der Manila Aquino Ninoy Airport besteht eigentlich nur aus zwei Start- und Landebahnen, die zufällig von Terminals umgeben sind, die nix miteinander zu tun haben. Wer umsteigen muss zwischen den Terminals sollte dafür mindestens 3 Stunden einrechnen – absurd. Wir Füchse hatten natürlich online eingecheckt und wollten den Absurditäten des Flughafen ein Schnippchen schlagen – dachten wir. Der Flug war mit Cebu Pacific gebucht und diese schafften es für Dutzende Inlandsflüge ganze zwei Check-In-Schalter zu öffnen. Dazu gab es einige fette Verspätungen und Überbuchungen. Verwöhnt aus Japan konnten wir das Chaos aus wütenden Gästen, hilflosen Mitarbeitern und null Infos kaum glauben. So durften wir auf die 30 Sekunden Gepäckabgabe über 2 Stunden warten und hätten ohne eine Verspätung, von der wir noch nix wussten, den Flieger verpasst. Dass wir das überhaupt erreicht hatten, war nur dem Einsatz von Penetranz und Unhöflichkeit zu verdanken. Cebu Pacific wurde aufgrund des „Service“ an den Feiertagen eine dicke 52 Mio Peso (1 Mio €) Strafe aufgebrummt wie der Manila Bulletin berichtet. Da konnte auch das Weihnachtslieds Karaoke Gewinnspiel der Flugbegleiter, für das Cebu Pacific berüchtigt ist, nicht mehr viel reissen.

Nach 1,5 Tagen Reisen landen wir endlich in Taglibaran, Bohol.

Ganz Backpacker verschmähen wir einen Bustransfer nach Panglao, sondern quetschen uns in die „Pinoy“-Version eines Tuk-Tuks, das Tricycle. Wir können nur übereinander gestapelt sitzen und zusammen mit dem Gepäck kommen wir kaum kleine Steigungen hoch. Der Fahrer hält uns für Mega bekloppt, aber wir haben eine Stunde Mordsspaß.

Endlich wieder warme, tropische Luft spüren, Tricycle fahren, das Gefühl des Unterwegs Seins und die Lust auf Abenteuer! Darauf eine Buko!

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