Packliste für eine Weltreise… Teil 2: „Hätten wir doch mal DAS eingepackt“

„Hätte, Hätte Fahrradkette“

Auch wenn man unterwegs gar nicht so viel braucht, so gibt es aber manchmal eben doch die eine oder andere Sache, wo man sich denkt, hättest du mal, das wäre jetzt schon praktisch gerade gewesen.

Also für diejenigen, die glauben für alle Lebenslagen des Reisens gerüstet sein zu müssen, gebe ich mal ein mal paar Erfahrungen weiter:

 

  • In Südamerika gibt es einen Artikel, den man auf Reisen immer braucht, da dieser Alltagsgegenstand irgendwie besonders zu sein scheint. Es wird nahezu überall erwartet, dass man sein eigenes Toiletttenpapier dabei hat.
  • Ebenfalls in Südamerika habe ich als Frau ganz klar etwas vermisst: Einen Fön. Nicht lachen, es ist kein Spaß nach einer nicht heißen Dusche in einem ungeheizten Zimmer, oder noch schlimmer draußen im südamerikanischen Winter, lange Haare an der Luft zu trocknen. Mädels, wenn ihr dort im Winter unterwegs seid, überlegt, ob ihr nicht doch 300g für sowas spendet.
  • Der mitreisende Herr hatte eher Probleme mit der Anwesenheit von trockener Luft in Bolivien. Die Gier nach Meerwassernasenspray vefolgte ihn über Wochen und jagte mich durch die Geschäfte von La Paz. Merke: Gibt es nicht in Bolivien. Merke: Lektion des Reisens: Du findest solche Dinge dann grundsätzlich später an Orten, an denen du es nicht vermutet hättest und sie auch nicht mehr brauchst: nämlich im Walmart auf Hawaii.
  • Ein Reiningungsset für Kameras hätte vielleicht den Schaden an der Verschlussklappe meiner Kamera nach dem Besuch der Salar de Uyuni in Bolivien verhindert. Oder auch nicht, wer weiss das schon? Einschluss von Salz in Kameras kommt dort wohl öfter mal vor. Ich liess die Kamera in den USA professionell reinigen und alles war wieder gut.
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Salar de Uyuni, Bolivien Danach war meine Kamera dann kaputt 😦

 

  • In den USA kann man alles kaufen, nur eine Frage des Geldes.  Allen Selbstversorgern auf Hawaii, die vorher Zeit an der Westküste USA verbringen, mag ich entgegenrufen: Nutzt Euer – sowieso kostenpflichtiges Gepäck – und geht vorher groß bei Trader’s Joe einkaufen. Das gehört auch zum Aldi Imperium und bietet hauptsächlich „organic“ Produkte an, weil das in Kalifornien gerade so irre angesagt ist. Wir konnten nur eine dicke Tafel Schokolade und zwei Portionen des wirklich leckeren Fertigcurries mitnehmen, denn das war mal wieder gerade aus. Beim Einkauf im Walmart auf Big Island dämmerte uns angesicht der Preise, dass wir besser mal eine andere Filiale in San Fransisco aufgesucht hätten, um besser vorzusorgen. Schade, so gab es eben nur Pasta und Tiefkühlhühnchen mit Reis im Wechsel.
Heim auf Hawaii

Heim auf Hawaii

  • Schnorchelausrüstung und Sachen für den Strand sind allerdings auf Hawaii im Gegensatz zu Essen günstig zu haben.
  • Auf Fiji habe ich eigentlich nix vermisst, was aber auch daran lag, dass wir aus den Staaten eben eine Schnorchelmaske mitgebracht haben. Diese gab es zwar vor Ort auch oft zu leihen, war aber kostenpflichtig und nicht immer gut in Schuss. Hier habe ich mich allerdings geärgert, dass ich keine Unterwasserkamera in den USA gekauft habe bzw. keine Hülle für meine Kamera, die mir zu teuer und zu sperrig war. Beim nächsten Mal nehme ich dann wohl eine kleine Actioncam mit, um die atemberaubend schöne Unterwasserwelt oder das Schwimmen mit den Mantas festhalten zu können.

 

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Ausgelagertes Strand und Schnorchelzubehör. Man ist ja (vielleicht) nur einmal im Leben in der Südsee

 

  • Asien bitet in seinen Metropolen eine nahezu grenzenlose Warenvielfalt, so dass man hier nie längere Bedarfslücken hat. Wir haben sogar ein schönes Schnäppchen mit dem Kauf eines Tablet PCs in Bangkok gemacht. Dieser war schon heiß ersehnt, denn wenn sich zwei Personen wochenlang ein Netbook teilen müssen, kann das schon mal zu zwischenmenschlichen Konflikten führen. Insofern der Tipp: 2 Personen = 2 Laptops/Tablets etc 🙂
  • Oft empfohlen wird ja auch eine Mehrfachsteckdose mitzunehmen. Wir hielten das für lächerlich.  Dann mussten wir lernen die EINZIGE Steckdose des Raums zu priorisieren. Blöd nur, wenn die einzige Steckdose in einem stickigen Raum für den Ventilator, den Mückenvernichter und zum Laden der Kamera Akkus genutzt werden soll…. Trotzdem, Not macht erfinderisch und die Steckerleiste kommt weiterhin nicht auf die Packliste.

 

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Moderne Elektroinstallation in Indonesien

 

  • Ein letztes Gadget in diesem Zusammenhang wurde dann doch ein paar Mal vermisst. Wir hatten ja bewusst kein Smartphone dabei – ja wirklich – weil wir auf einer langen Reise nicht ohne eine richtige Kamera, einen MP3 Player und E-Reader mit langer Akkulaufzeit und schon gar ohne Netbook zum Bloggen, Fotos bearbeiten und Sichern unterwegs sein wollten. Aber so ein UMTS Stick wäre in abgelegenen Regionen der Welt abseits des Banana Pancake Trails ohne Wifi for free oder durchgehend Strom schon mal ganz praktisch gewesen. Nicht dass, ich hier propagieren möchte, dass man ständig online sein muss, nein ganz im Gegenteil, ein großer Spaß einer Weltreise ist es doch, mal ganz weg zu sein von allem. Aber wenn man zum Beispiel in einer Bambushütte auf den Philippinen sitzt und sogar im Besitz einer inländischen SIM Karte ist, um zum Beispiel einfach mal zu schauen, ob der Supertaifun Haiyan sich einem bald nähern wird, dann ist so ein UMTS Stick oder Tablet mit Mobilfunk schon eine tolle Sache.

 

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Abgelegen, aber schön auf Palawan, Philippinen

 

 

 

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