Unterwegs mit… One Way Tickets (2)

Unterwegs auf Weltreise haben wir dann doch bemerkt, dass mit One Way Ticktes zu Reisen manchmal etwas für Fortgeschrittene ist. 🙂

Die meisten, aber nicht alle Länder haben die Regel, dass wer per mit dem Flieger einreist, das Land auch wieder mit dem Flieger verlassen muss. Soweit das Papier, was daraus gemacht wird, ist der andere Punkt. Meist ist es bereits die Fluggesellschaft, die die Einhaltung der Bestimmungen kontrolliert. An der eigentlichen Grenze hat sich bei uns noch keiner für unsere Returntickets interessiert.

  • Am ersten Flughafen in Buenos Aires, auch hier gilt Einreise nur mit Returnticket, hat sich die Lufthansa nicht dafür interessiert – genauer dem Check-In Automaten wars egal 😉 Die 3-Monatseinreise an der Grenze gab es nach der kurzen Konversation „Frankfurt?“ – „Si“ so schnell, dass ich nochmal überprüfen musste, ob der Beamte meinen Pass überhaupt gestempelt hat.
  • Spannender wurde der Flug in die USA von Lima, Peru kommend aus. Die Amis haben natürlich mal wieder komplizierte Bestimmungen, die bei Routenplanung berücksichtigt werden müssen also: Rück/Weiterreise muss bestätigt sein und darf – Achtung! – nicht in Kanada, Mexiko oder den Karibikstaaten enden. Ich habe mir von Menschen berichten lassen, die durch MIßachtung dieser Vorschriften fast ihre Weltreise ruiniert haben. Unsere Route führte uns ja auf die Fiji Inseln und die stehen nicht auf der Verbotsliste 🙂
  • Kein One Way Ticket ins Paradies: die Fiji Inseln möchten aus mir verständlichen Gründen auch eine Ausreise belegt haben. Dafür darf man aber großzügige 4 Monate bleiben 🙂
  • Hong Kong lässt jeden rein und Stempel gibt es auch keine nur so Thermo-U-Bahn-Ticket-Dinger in den Pass getackert.
Flughafen Kuala Lumpur, Malaysia

Flughafen Kuala Lumpur, Malaysia

  • Wir sind öfter nach Malaysia und Thailand eingereist, aber ein Ticket wollte keiner sehen. Die Dame in Penang hat nur über die Seite mit den vielen Stempel aus Malaysia gestaunt, die unser kurzer Ausflug nach Brunei verursacht hatte.
  • In Laos sind wir aus Malaysia kommend auch ohne Rückflug gelandet. Das AA schreibt, die Ausstellung eines Visa on Arrivals liegt im Ermessens der Beamten. Sagen wir mal so: UNS hat keiner  irgendwas gefragt. Wir haben aber beobachtet, wie einige andere Mitreisende aus dem Air Asia Flug befragt worden sind. Zwei Menschen (Nationalität nicht bekannt) wurde wohl auch vermutlich wegen eines fehlenden Rückflugtickets die Ausstellung des Visa on Arrival verweigert und die beiden mussten wieder zurück nach Malaysia. Scheint aber öfter vorzukommen, denn entgegen dem Air Asia Geschäftsmodell der schnellen Abwicklung seiner Flieger, war während der gesamten 90-minütigen Visa on Arrival Prozedur aller Passagiere jemand von Air Asia entgegen….
  • It’s more fun in the Philippines…. Im technikaffinen Asien reicht ein Verweis auf eine digitale Buchungsbestätigung auf dem Tablet oder den E-Reader. Malaysia Airlines allerdings wollte unsere Phillipinien Ausreise GEDRUCKT sehen, nicht digital. Also mussten wir um 4:30 morgens in Phuket Airport eine Möglichkeit finden, das Ticket auszudrucken. Sagen wir mal so, danach waren wir wach. Ironischerweise war die Einreise in Manila dann einer der freundlichsten überhaupt und wir durften sogar länger bleiben als normal,  von Flugtickets – digital oder gedruckt – wollte keiner was wissen. 😉
Fliegen in Indien

Fliegen in Indien

  • Vor der Weltreise besucht, habe ich auf einer Reise nach Costa Rica mal erleben dürfen, wie am Nachbarschalter spontan zwei Return Tickets gebucht werden mussten, weil sich Copa Airlines weigerte One Way-ler mitzunehmen.

Als Fazit: Mit One Way Tickets lässt sich die Welt am flexibelsten erobern und man kann seine Traumstrecke zusammenbauen. Einschränkungen der Alliances hinsichtlich Surface Strecken und Anzahl an Segmenten etc. hindern oft dabei. Auch lässt sich Geld sparen, indem vor allem in Asien für den Hin- und Weiter bzw. Rückflug bei unterschiedlichen Fluggesellschaften buchen kann.

Voraussetzung ist allerdings, dass man sich mit den Einreisebestimmungen auskennen muss und seinen Reiseweg auf Anfrage plausibel darlegen kann (z.B. im Fall Laos Ausreise über Friendship Bridge nach Thailand, Weiterflug aus Nachbarland…). Um flexibel zu bleiben notfalls eben ein billiges Ticket buchen und verfallen lassen oder noch besser 5-10 Euro mehr ausgeben und einen Tarif buchen, der sich umbuchen lässt. Es hilft auch am Reisetag nicht wie der letzte Abhänger auszusehen. In Thailand und den USA wird auch schon mal ein Interview geführt, um die finanzielle „Leistungsfähigkeit“ einzuschätzen.

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2 thoughts on “Unterwegs mit… One Way Tickets (2)

  1. Pingback: Unterwegs mit… One Way Tickets (1) | dusducksontour

  2. Das kann ich nur bestätigen: Die einzigen, die sich de facto jemals für mein Weiterflugticket interessiert haben waren Airlines (hier meist Billigairlines wie z.B. AirAsiaX für KUL–>MLE). Viele Stempel im Pass sind „gefühlt“ von Vorteil und mit Sakko an meinten sogar die Herrschaften in USA neulich „welcome back“ …

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