It’s more fun in the Philippines – Fazit

Die Phillippinen waren lange eine Kolonie der Spanier, man ist hier eben sehr katholisch. Den ganzen Tag hören wir Weihnachtslieder. Nach den Spaniern kamen die USA, die haben neben der weiten Verbreitung von Englisch, auch schlechtes Essen, laxe Waffengesetze und – man muss es offen sagen – Sextourismus hier gelassen. Wobei wir neben den typischen westlichen Sextouristen auch viele Chinesen hier sehen. Also in Summe fühlt es sich mehr nach Südamerika als Asien an.

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Die Natur ist atemberaubend. Es gibt unzählige Inseln und Berge, kristallklares Wasser, wie wir es noch nirgends gesehen haben. Fürs Tauchen und Schnorcheln muss es hier ein richtiges Paradies sein, trotz Dynamitfischen in einigen Regionen. Es scheint eigentlich überall eine vorgelagerte, unbewohnte Insel zu geben, zu der man sich fahren lassen kann. Was Strände angeht spielen die Phillippinen im Vergleich zu Rest Asien in einer eigenen Liga. Wir haben ernsthaft mit Locals über Farbe und Körnungsgrad von Sandstränden philosophiert ;-). Allerdings sind nicht alle Orte einfach zu erreichen. Jeepney-Touren über Matschpisten und lange Bootstransfers muss man in Kauf nehmen. Auch die Infrastruktur läßt oft zu wünschen übrig: nicht immer gibt es Mobilfunkempfang (deshalb haben viele auch Karten unterschiedlicher Anbieter, um erreichbar zu bleiben) und regelmäßig Strom oder Wasser.

Die Philippinen sind eines der ärmsten Länder der ASEAN-Region. Das merkt man sofort, man wird von Kindern angebettelt, die Gesundheitsversorgung läßt zu Wünschen übrig, die Infrastruktur hängt hinterher und viele Filipinos wissen nicht, wie man ein richtiges Geschäft aufzieht. Es wird nur von der Hand in den Mund gelebt. Nicht umsonst lebt fast ein Zehntel der Filipinos als overseas worker auf Frachtschiffen oder Servicekräften in Asien und dem nahen Osten.

Das Essen ist gewöhnungsbedüftig. Meistens viel Schweinefleisch, nicht immer hygienisch und ansprechend zubereitet. Bisher hatten wir auf den Ausflügen immer noch das beste Essen. Oftmals heißt es aber auch wieder „no hay“ – gibt’s nicht. Möchte man etwas Besseres essen, so zahlt man schnell deutsche Preise.

Der Katholizismus der Spanier hat leider nicht nur Gutes hinterlassen. Jede Familie hat leicht 4-5 Kinder und meistens kommen noch die Enkelkinder hinzu, weil der 18-jährige Sohn auch schon seine neue Freundin geschwängert hat. Mit dem grenzenlosen Gottvertrauen und Fatalismus, den vielen Heiligenbildchen wirkt das manchmal etwas bizarr.

Die Amerikaner haben neben Fast Food, Prostitution auch noch die liberalen Waffengesetze hinterlassen. Keine gute Mischung, wenn eine Flasche Schnaps weniger als ein Abendessen kostet! Überall stehen schwer bewaffnete Wachleute. Hier ist also Vorsicht angeraten, vor allem nachts und in Großstädten.

Die Filipinos an sich sind aber sehr nett, vor allem in der Provinz. Jeder Fischer spricht ein paar Brocken Englisch, die meisten sogar fließend. Das macht das Herumkommen einfach, man findet immer einen hilfsbereiten Local. Untereinander unterhalten sich die Filipinos auf Taglish, einer Mischung Tagalog, welches an Malayisch erinnert, mit einzelnen englischen Sätzen gespickt und hin und wieder einem spanischen Wort.

Deshalb unsere Tipps für die Philippinen, auch wenn gerade kein Supertyphoon über das Land geht:

  • Immer auf das Wetter achten. Eine tägliche Kontrolle der Wetterkarte von PAGASA, dem philippischen Wetterdienst, ist Pflicht. Auf den Inseln schlägt während der Taifunsaison die gesammelte Kraft des Pazifiks auf.
  • Orte mit stabiler Stromversorgung bevorzugen. Ansonsten hilft ein Mobiltelefon oder UMTS-Stick mit einer philippinischen Datenkarte.
  • Flexibel bleiben: keine langfristigen Pläne machen, bereit sein, kurzfristig ein Alternativziel anzufliegen. Dazu sollten die Flugtickets nach Möglichkeit flexibel gebucht werden und auf die Stornierungsbedingungen der Hotels geachtet werden. Inlandsflüge sind günstig zu haben, was es einfach macht, flexibel zu bleiben.
    Vor wichtigen Flügen immer einen Puffertag einplanen, falls die Straßen überschwemmt sind oder die Boote nicht auf das Meer dürfen.
  • Cash kann ein Problem in abgelegenen Gegenden sein, wo es keine Geldautmaten gibt (Palawan!). Entweder vorab bezahlen oder Bargeld vorher ausreichend abheben (aber Sicherheit beachten!)
  • Auf Schlechtwettertage vorbereiten: Regenjacke, Spiele, Bücher und genug Zeit und Geduld mitbringen.

Wir werden versuchen, zu einer besseren Jahreszeit noch einmal wiederzukommen.

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One thought on “It’s more fun in the Philippines – Fazit

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