Amazonas-Abenteuer im Madidi-Park

Rurrenabaque ist nun wirklich kein Ort zum längeren Verweilen, er besteht nur aus ein paar Hostals, Touristenlokalen, Nippesbuden und Touranbietern. Die Geldautomaten funktionieren nicht und die 3-4 Querstraßen hat man auch in einer Stunde abgelaufen.

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Nach längeren Suchen haben wir uns dann für eine 3-Tages-Tour in die Chalalan-Ecolodge entschieden. Eigentlich sind wir ja nur aus diesem Grund hier hin gekommen, hatten wir doch vor einem guten Jahr dazu einen Bericht in der ARD gesehen.

Am nächsten Morgen ging es also mit einer 5-stündigen Bootsfahrt den Fluß hinauf in den Madidi-Nationalpark und damit in den tiefen Amazonas.

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Die Lodge selbst wird von einer indigenen Community betrieben, die Mitarbeiter arbeiten gerne hier. Das merkt man: obwohl man wohl wirklich am Ende der Welt ist und alles per Boot herangeschafft werden muss, ist die Lodge toll ausgestattet: saubere Betten, angenehme Duschen, Solarstrom, eigene Kläranlage und ein erstklassiges Essen (bisher das beste in Bolivien). Besser könnte es nicht sein. Ist nicht gerade preiswert, dafür gehen die Einnahmen aber an die Community und werden in die Lodge re-investiert.

In den kommenden Tagen sind wir abwechselnd auf Pfaden durch den Dschungel getigert oder mit dem Boot auf dem kleinen See herumgefahren, um Tiefe und Pflanzen zu beobachten. Die Dusducks konnten auch endlich mal im See schwimmen gehen, schließlich sind die Kaimane hier nur 1,5m lang…

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So richtig gefährlich wird es dann noch einmal, als uns eine Wildschweinhorde begegnet. Da gilt es: Atem anhalten und nicht bewegen. Die Jaguarspuren dagegen beeindrucken uns wenig.

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Wir sehen in den kommenden Tagen zahlreiche Aras (verstecken sich gerne in den Baumwipfeln, sind aber nicht zu überhören), Brüllaffen (verdienen auch ihren Namen), Ameisen, andere Vögel, Frösche, Spinnen und erfahren einiges über die Pflanzenwelt und die Verwendung für den täglichen Gebrauch duch die Indios.

Ein paar Bilder für euch …

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Interessant sind auch die Ansichten unseres Guides zum Konflikt zwischen den Hochland- und Amazonas-Indigenas, den Plänen zum Bau eines Staudamms und Ölförderung im Nationalpark, dem Coca-Anbau in Bolivien und dem langen Weg seines Stammes zum Aufbau der Ecolodge mit allen Irrungen und Wirrungen.

So fahren wir nach drei Tagen, schlammbedeckt, aber voller neuer Eindrücke zurück nach Rurrenabaque – mit der Hoffnung, am nächsten Tag einen Flug zurück nach La Paz (will jetzt nicht sagen: Zivilisation) zu bekommen.

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2 thoughts on “Amazonas-Abenteuer im Madidi-Park

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