Von Hemden aus Hightech-Fleece, mit Nano-Partikeln beschichtete Regenjacken und klimaregulierende Unterhosen

Viele Frauen meines Alters haben sich sicher ja schon einmal selbst die Frage gestellt, welcher Charakter aus Sex and the City man selbst wäre. Nun – Enttäuschung – Samantha bin ich nicht. Bei mir trifft sich Carries Schuhschrank mit den Powersuits von Miranda.
So bin ich denn auch schon mehrfach von Arbeitskollegen (gell Rene?) darauf angesprochen worden, ob ich denn Hosenanzüge mit auf die Reise nehmen würde.

Auf die einfache also männliche Perspektive der Was-pack-ich-ein- Frage wurde hier ja bereits schon eingegangen. Es wird Zeit für die weibliche Perspektive. Die Herangehensweise ist deshalb typisch weiblich gewählt: Gucken und vergleichen! Wie so oft im Leben schaut Frau sich um, wie andere Mädels das so machen.

Und so kommt es, dass ich gerade mit kaum etwas so viel Zeit im Netz verschwende, wie der Recherche in Foren und Blogs zu Langzeit- und Weltreisen. Das Ausmaß dieser Recherchen führt sogar zur Vernachlässigung der sonstigen sozialen Netzwerke und der Abarbeitung wichtiger Punkte auf der großen Weltreise ToDo-Liste. Was ich immerhin schnell feststellen konnte: die Kleidungsfrage scheint alle Mädels zu beschäftigen. Die Dame, die kürzlich im Stern über ihre Weltreise berichtet hatte, dokumentierte für jeden Monat ihrer Reise die Garderobe. Man sieht: Kombimode in dunkleren Farben kleiden die Damen von Welt überall.

Nun damit wären die Rahmenparameter eigentlich gesteckt. Leider hat dies modisch gesehen wenig mit der Realität im Einzelhandel zu tun. Wer seine Mitmenschen einmal bei dem Besuch in einem Laden für Outdoor- und Reiseausstattung beobachtet hat, könnte meinen, dass Deutschland ein Land mit richtig wilder Natur und einer fitten sowie abenteuer- und farbenfreudigen Bevölkerung sein muss. Nur so lässt sich der außerordentliche Erfolg dieser Branche erklären.

Und doch ist es wohl wie bei einem IKEA Besuch im Teelichter und Kissenbereich, am Ende bekommen sie einen immer!

In einem Fachgeschäft für „Draußen zu Hause“ ließ ich die Verkäuferin auf Anfrage auch noch entscheidende Details über mein Vorhaben wissen. Stolz gab ich preis: „Ich mache eine sechsmonatige Weltreise in wechselnde Klimazonen, Berge, Dschungel und Tropeninseln alles dabei“. Zumindest die Eingangsfrage nach dem Besitz von Wander- oder Trekkingstiefeln konnte ich bejahen. Aber schon beim Thema Jacke musste ich für mich in der jordanischen Wüste letztes Jahr (in der Wüste ist es nachts kalt und windig, doch wirklich!!!) ein Defizit in der Ausrüstung feststellen. Also besitze ich jetzt eine Jack Wolfskin „3 in 1 Wanderjacke“ – doch wirklich. Ich weiß. Ich bin damit jetzt auch für die durchschnittliche deutsche Innenstadt gerüstet 😉
Und das ist noch nicht alles: Auch eine Trekkinghose mit Zip Off Funktion fand Einzug in meinen Schrank. Weil wird ja kalt sein in den Anden und warm sein in den Tropen.

Der allerschlimmste Kauf steht noch aus: Schuhe für die Weltreise. Eine schlechte Schuhauswahl lässt sich unterwegs nur schwer wieder ausbügeln und wenn man eben nicht nur an den Strand geht, braucht es eben doch mehr als Flip-Flops.
Das Grauen hat einen Namen: T-R-E-K-K-I-N-G-S-A-N-D-A-L-E.

Ob ich dazu wirklich bereit bin? Ich weiß noch nicht. Aber ich könnte mich ja noch mal in einem Fachgeschäft beraten lassen.

Oder ich frage die Leser:
Brauche ich wirklich Trekkingsandalen?

Flipflops
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3 thoughts on “Von Hemden aus Hightech-Fleece, mit Nano-Partikeln beschichtete Regenjacken und klimaregulierende Unterhosen

  1. Ich denke, dass frau mit einem Hosenanzug immer richtig gekleidet ist. Der Herr braucht für die Reise eigentlich nur einen Hut (nicht Mütze oder Kappe). Der Rest ist egal.

    Trackingsandalen sind eigentlich ein NoGo auf der ganzen Welt. Man kann damit nicht würdevoll gehen.

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